
Das Deutsche Hygiene-Museum Dresden eröffnet mit seiner aktuellen Ausstellung „Bin ich schön!“ nicht nur neue Perspektiven auf Schönheitsideale, sondern setzt zugleich Maßstäbe in Sachen Barrierefreiheit. Wir freuen uns, als Agentur GSI DESIGN ein zentrales Element dieses inklusiven Ausstellungskonzepts beigesteuert zu haben: ein neu entwickeltes modulares taktiles Bodenleitsystem aus Edelstahl, das erstmals auch Kurvenführungen ermöglicht.
Damit entsteht ein völlig neues räumliches Erlebnis für blinde und sehbehinderte Besucher:innen. Statt – wie bei klassischen Systemen üblich – starr in rechtwinkligen Linien geführt zu werden, erlaubt unsere Lösung eine natürliche, fließende Wegeführung entlang der Ausstellungsexponate.
„Mit diesem System eröffnen wir neue Dimensionen der inklusiven Raumwahrnehmung. Blinde und sehbehinderte Menschen erleben Räume nicht länger als starre Raster, sondern als gestaltete Erlebnisräume. Die Leitlinie orientiert sich an der natürlichen Bewegung im Raum – nicht umgekehrt“,
erklärt Robert Heimann, Geschäftsführer von GSI DESIGN.
Modular, flexibel, nachhaltig: ein System für vielfältige Räume
Unser Bodenleitsystem besteht aus robusten Edelstahlmodulen, die sich werkzeuglos zusammenstecken und an unterschiedlichste Architekturformen anpassen lassen. Dadurch eignet es sich besonders für temporäre Ausstellungen, aber ebenso für wiederkehrende oder zukünftige Einsatzbereiche.
Alle Elemente können nahezu rückstandslos entfernt und vollständig wiederverwendet werden, ein klarer Vorteil gegenüber geklebten Kunststoffsystemen, die meist nur einmal eingesetzt werden können.


Technische Highlights des Systems
- Modular & flexibel: Werkzeuglose Montage per Stecksystem; anpassbar an verschiedene Raumarchitekturen
- Elementvielfalt: Leitlinien sowie Aufmerksamkeits- bzw. Noppenfelder
- Kurvengängige Führung: 30°- und 60°-Radien ermöglichen organisch geformte Wege
- Nachhaltigkeit: Langlebige Edelstahlelemente, zu 100 % wiederverwendbar
- Montageeffizienz: Bis zu 70 % weniger Installationsaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Systemen

Mit diesem Pilotprojekt stärken wir unser Engagement für barrierefreie Gestaltung, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und räumlich überzeugend ist. Das Deutsche Hygiene-Museum zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion und Design gemeinsam neue Wege eröffnen können – im wahrsten Sinne des Wortes.